host ist das schlankste der klassischen DNS-Abfrage-Werkzeuge aus der BIND-Distribution (Paket dnsutils bzw. bind-utils). Es liefert pro Abfrage genau eine kompakte Zeile – perfekt für schnelle Checks und für Shell-Skripte, die die Ausgabe nicht aufwendig parsen wollen. Wer mehr Details wie Status-Codes und TTLs braucht, verwendet dig.
Einfache Abfrage
host hanse-computing.de
Die Antwort ist bewusst knapp gehalten:
hanse-computing.de has address 85.13.135.31
Record-Typen abfragen
host -t MX domain.de– MX-Record für E-Mailhost -t NS domain.de– zuständige Nameserverhost -t TXT domain.de– TXT-Einträge (SPF, DKIM, Verifikationen)host -t AAAA domain.de– IPv6-Adressenhost -a domain.de– alle verfügbaren Records (entspricht einer ANY-Abfrage)host -v domain.de– ausführliche Ausgabe im Stil von dighost -x 8.8.8.8– Reverse-Lookup: IP-Adresse in Namen auflösen
Für Skripte
Weil host pro Treffer nur eine Zeile ausgibt, lässt sich die Ausgabe direkt mit grep oder awk weiterverarbeiten:
host -t A hanse-computing.de | awk '{print $NF}'
Mit -W setzt man ein Timeout in Sekunden (host -W 2 domain.de), mit -T erzwingt host eine TCP-Abfrage statt UDP. Damit bleibt ein Skript auch bei hängenden Resolvern planbar. Bei nslookup und dig findet man die Entsprechungen für komplexere Abfragen.
Praxis-Tipps
- Schneller Erreichbarkeits-Check:
host domain.debeantwortet sofort, ob ein Name überhaupt auflöst. - Umzug prüfen: Nach einem DNS-Wechsel zeigt
host domain.dedie aktuell ausgelieferte IP-Adresse. - Gegen einen bestimmten Server:
host domain.de 1.1.1.1fragt gezielt einen anderen Resolver.
Verwandte Grundlagen: DNS, DNS-Query, DNS (Domain Name System), TCP.