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  5. Programmiersprachen-Befehle

D-Befehle: Schnellreferenz für die Systemsprache

D ist eine statisch typisierte Systemprogrammiersprache mit C-ähnlicher Syntax, die Walter Bright ab 2001 entwickelte und die später Andrei Alexandrescu maßgeblich mitprägte. Sie verbindet die Performance nativer Kompilierung mit modernen Konzepten wie Templates, Ranges und vertragsbasiertem Testen. Die Standardbibliothek heißt Phobos, bekannte Projekte sind das Webframework vibe.d und das Build-Tool dub.

Erste Schritte

Der Referenz-Compiler ist dmd (Digital Mars D); ldc (LLVM) und gdc (GCC) sind alternative Compiler:

dmd hallo.d            # Kompiliert hallo.d zu einer ausführbaren Datei
dmd -run hallo.d       # Kompiliert und führt direkt aus
rdmd hallo.d           # Führt .d-Dateien aus wie Skripte (auch mit Shebang)
rdmd --eval='writeln("Hallo");'   # Einzeiler direkt ausführen

Wichtige dmd-Optionen

  • -O — Optimierungen aktivieren
  • -release — Release-Build ohne Laufzeitprüfungen
  • -w — alle Warnungen anzeigen
  • -unittest — Unittest-Blöcke (Version(unittest)) kompilieren und ausführen
  • -L<option> — Option an den Linker durchreichen

Projektverwaltung mit dub

dub init projektname    # Neues Projekt mit dub.json/dub.sdl anlegen
dub add paket           # Abhängigkeit hinzufügen
dub build               # Projekt bauen (ohne auszuführen)
dub run                 # Projekt bauen und starten
dub test                # Tests ausführen
dub upgrade             # Abhängigkeiten auf aktuelle Versionen bringen

Praxis-Tipps

  • D besitzt standardmäßig eine Garbage Collection, erlaubt aber mit @nogc und manuellem Speichermanagement auch GC-freien Code.
  • UFCS (Uniform Function Call Syntax) erlaubt arr.map!(...) als Methoden-Aufruf — ein Markenzeichen der Sprache.
  • Für Skript-artige Automatisierung ist rdmd mit Shebang-Zeile #!/usr/bin/env rdmd die schnellste Lösung.

Verwandte Grundlagen: C/C++-Befehle, Rust-Befehle, Go-Befehle, Odin-Befehle, Ada-Befehle.

Ada-Befehle: Schnellreferenz für sicherheitskritische Software

Ada ist eine stark typisierte Programmiersprache, die Ende der 1970er-Jahre im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums unter der Leitung von Jean Ichbiah entwickelt und 1983 als Standard veröffentlicht wurde — benannt nach Ada Lovelace. Sie ist für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit ausgelegt und dominiert sicherheitskritische Bereiche wie Avionik, Bahn- und Raumfahrttechnik. Seit Ada 2012 bringt die Sprache Design-by-Contract direkt mit (Vor-/Nachbedingungen und Invarianten); die aktuelle Version ist Ada 2022.

Erste Schritte

Der freie Compiler ist GNAT (Teil der GNU Compiler Collection). Ein einfaches Programm liegt in einer hallo.adb-Datei:

gnatmake hallo.adb     # Kompiliert, bindet und linkt in einem Schritt
gnat compile hallo.adb # Nur kompilieren
gnat bind hallo.ali    # Bind-Schritt (für komplexe Projekte manuell)
gnat link hallo.ali    # Link-Schritt
./hallo                # Ausführen

Projekte mit gprbuild

Für größere Projekte arbeitet man mit Projektdateien (.gpr) und gprbuild — dem Build-Manager der GNAT-Toolchain, vergleichbar mit make oder cmake:

gprbuild -P projekt.gpr        # Projekt aus der Projektdatei bauen
gprbuild -P projekt.gpr -c     # Nur kompilieren
gprclean -P projekt.gpr        # Build-Artefakte entfernen

Paketverwaltung mit Alire

alr init --bin projektname     # Neues Projekt anlegen
alr search paket               # Crate suchen
alr get paket                  # Crate herunterladen
alr add paket                  # Abhängigkeit ins Manifest aufnehmen
alr build                      # Projekt bauen
alr run                        # Projekt bauen und ausführen

Praxis-Tipps

  • Ada kompiliert typischerweise mit aktivierten Laufzeitprüfungen — das macht Programme sicherer, aber etwas langsamer; für Release-Builds lassen sie sich gezielt abschalten.
  • Die Untermenge SPARK erlaubt formale Verifikation und wird in Hochsicherheitsprojekten eingesetzt.
  • Ada-Code ist bewusst lesbar geschrieben: Blöcke enden mit end Name; statt geschweifter Klammern.

Verwandte Grundlagen: Pascal/Delphi-Befehle, C/C++-Befehle, Rust-Befehle, D-Befehle, Roc-Befehle.

Odin-Befehle: Schnellreferenz für die Systemsprache mit klarer Syntax

Odin ist eine schnelle, kompilierte Systemprogrammiersprache, die von Ginger Bill seit 2016 entwickelt wird. Sie setzt auf Einfachheit und explizite Programmierung: keine versteckte Magie, kein Garbage Collector, keine Exceptions. Odin kompiliert über LLVM und denkt in Ordner-basierten Paketen — ein Verzeichnis mit .odin-Dateien ist ein Paket.

Grundbefehle

odin run .          # aktuelles Paket kompilieren und ausführen
odin build .        # nur kompilieren (ohne Ausführen)
odin test           # Test-Suiten kompilieren und ausführen
odin check .        # Paket typ-prüfen ohne Code-Generierung
odin doc            # Dokumentation aus Kommentaren erzeugen
odin fmt            # Quellcode formatieren

Wichtige Flags

  • -debug / -release — Optimierungs- und Debug-Stufen
  • -o — Optimierungsstufe wählen (z.B. -o:speed)
  • -out:name — Namen der Ausgabedatei festlegen
  • -build-mode:exe|dll|obj|asm — Art der Ausgabe bestimmen
  • -vet — zusätzliche statische Prüfungen aktivieren
  • -collection:NAME=pfad — eigene Sammlungen für Importe definieren

Praxis-Tipps

  • Die Kern-Bibliothek (core:fmt, core:os, core:strings, core:slice, core:mem) bringt Formatierung, Dateizugriff und Speicherverwaltung mit.
  • Der Language Server ols liefert Autovervollständigung in Editoren; das Community-Werkzeug olly verwaltet Pakete.
  • Odin ist für Data-oriented Design ausgelegt: Datenstrukturen und Speicherlayout stehen im Mittelpunkt, Speicher wird manuell verwaltet.

Verwandte Grundlagen: C/C++-Befehle, Rust-Befehle, Go-Befehle, Zig-Befehle, Gleam-Befehle und Mojo-Befehle.

Gleam-Befehle: Schnellreferenz für die funktionale Sprache auf der BEAM-VM

Gleam ist eine statisch typisierte, funktionale Programmiersprache, die seit 2016 von Louis Pilfold entwickelt wird und im März 2024 mit Version 1.0 stabil wurde. Sie kompiliert nach Erlang oder JavaScript und läuft damit auf der bewährten BEAM-VM — mit robustem Pattern Matching, freundlichen Compiler-Meldungen und nahezu keinen Laufzeitfehlern.

Grundbefehle

gleam new mein_projekt   # neues Projekt anlegen
gleam add gleam_json     # Paket aus der Hex-Registry hinzufügen
gleam build              # Projekt bauen
gleam run                # Programm ausführen
gleam test               # Tests ausführen
gleam format             # Code formatieren
gleam check              # Projekt prüfen ohne Build-Artefakte
gleam docs build         # HTML-Dokumentation erzeugen

Ziel-Plattform wählen

  • Standard-Target ist Erlang; mit gleam run -t javascript oder --target javascript wird JavaScript erzeugt.
  • gleam export erlang-shipment baut ein Artefakt für die Server-Auslieferung; gleam export javascript exportiert JS-Bundle.
  • Der Pipe-Operator |> führt Werte durch Funktionsaufrufe — das Herzstück der funktionalen Gleam-Programmierung.

Praxis-Tipps

  • Der Compiler, der Build-Tool, Formatter und Paketmanager sind in einem einzigen gleam-Binary vereint.
  • Gleam profitiert vom kompletten Erlang/OTP-Ökosystem: Prozesse, Fault Tolerance und Hot Code Reloading der BEAM-VM.
  • Die Sprache ist von Elm, Erlang/Elixir und Rust inspiriert — Typinferenz, unveränderliche Daten und klare Fehlermeldungen gehören zum Konzept.

Verwandte Grundlagen: Elixir/Erlang-Befehle, Haskell-Befehle, Rust-Befehle, Odin-Befehle und Mojo-Befehle.

Mojo-Befehle: Schnellreferenz für die Python-basierte KI-Programmiersprache

Mojo ist eine Programmiersprache für KI- und Performance-Entwicklung von Modular — vorgestellt im Mai 2023 von Chris Lattner, dem Erfinder von LLVM. Mojo ist weitgehend ein Superset von Python und ergänzt es um Systems-Programmierung: SIMD, GPUs und MLIR-basierte Kompilierung, damit Python-artiger Code ohne C++ oder CUDA schnell läuft.

Grundbefehle

mojo hallo.mojo       # Datei per JIT kompilieren und ausführen
mojo                  # REPL-Sitzung starten
mojo run hallo.mojo   # explizit ausführen
mojo build hallo.mojo # ausführbares Binary erzeugen (AOT)
mojo package          # Mojo-Module paketieren
mojo format           # Quellcode formatieren
mojo doc              # Dokumentation erzeugen
mojo debug            # Debugger starten

Der magic-Befehl

  • magic init — neues Projekt mit Manifest anlegen
  • magic add — Abhängigkeiten hinzufügen
  • magic run — Skripte und Tasks im Projekt-Environment ausführen
  • magic shell — Shell im konfigurierten Environment starten

Praxis-Tipps

  • mojo run nutzt Just-in-Time-Kompilierung, mojo build erzeugt native Binaries für die Auslieferung.
  • Mojo kann Python-Module direkt importieren und ergänzt sie um fn-Funktionen mit strikter Typisierung sowie struct für layout-kontrollierte Typen.
  • Die Modular-Platform (MAX) bündelt Mojo mit Inferenz- und Trainings-Tooling für KI-Beschleuniger.

Verwandte Grundlagen: Python-Befehle, C/C++-Befehle, Rust-Befehle, Odin-Befehle und Gleam-Befehle.

  1. PureScript-Befehle: Schnellreferenz für rein funktionale Web-Entwicklung
  2. CoffeeScript-Befehle: Schnellreferenz für den JavaScript-Compiler
  3. ReasonML-Befehle: Schnellreferenz für OCaml mit JavaScript-Syntax
  4. V-Befehle: Schnellreferenz für Compiler und vpm

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