CIFS (Common Internet File System) ist die Bezeichnung für die 1996 von Microsoft überarbeitete und umbenannte Version des SMB-Dateifreigabe-Protokolls — genauer gesagt für SMB 1.0, wie es in Windows 95/NT 4.0 und späteren Systemen zum Einsatz kam. Der Name stammt vom Anbieter-Konsortium, das die Spezifikation unter X/Open veröffentlichte. Bis heute wird „CIFS“ oft fälschlich als Oberbegriff für SMB insgesamt benutzt.
Was CIFS von SMB unterscheidet
CIFS war der Versuch, SMB zu standardisieren und über das Internet nutzbar zu machen: Die Spezifikation legte Datei-, Druck- und Verzeichnisfreigaben sowie das NetBIOS-Namensschema fest. Technisch blieb CIFS aber weitgehend identisch mit SMB 1.0 — es unterstützte weder moderne Verschlüsselung noch die effizienteren SMB-2/3-Versionen. Mit Windows 2000 begann Microsoft, SMB als eigenständiges Protokoll über TCP-Port 445 auszubauen; die Folgeversionen SMB 2.0 und SMB 3.x sind von CIFS klar getrennt.
Sicherheitslage
- SMB 1.0/CIFS gilt als veraltet und unsicher: Es fehlen Verschlüsselung und Integritätsschutz, Angreifer nutzten es für Schadsoftware-Ausbreitung (EternalBlue, WannaCry 2017)
- Microsoft deaktiviert SMB 1.0 in modernen Windows-Versionen standardmäßig; in Samba lässt es sich über die Konfiguration abschalten
- Für neue Installationen immer SMB 2.1 oder höher verwenden — CIFS nur noch dort, wo Altgeräte es zwingend benötigen