SMB (Server Message Block) ist das wichtigste Dateifreigabe-Protokoll in Windows-Netzwerken: Es stellt Drucker- und Dateifreigaben bereit, auf die Clients wie auf lokale Laufwerke zugreifen. Ursprünglich von IBM (1983) entwickelt, wurde SMB durch Microsofts Windows populär und 1996 von Sun in CIFS (Common Internet File System) umbenannt — CIFS bezeichnet seither die ältere SMB-1-Variante.

Ports und Protokollversionen

Frühe SMB-Versionen liefen über NetBIOS (UDP 137/138, TCP 139). Mit Windows 2000 kam SMB 1.0 als direkte Verbindung über TCP-Port 445 — bis heute der Standard. Darauf folgten SMB 2.0 (Windows Vista/2008, deutlich weniger Chatty), SMB 2.1, SMB 3.0 (Windows 8/Server 2012, mit Verschlüsselung und SMB Multichannel) und SMB 3.1.1 (Windows 10). Die veraltete SMB-1/CIFS-Variante gilt wegen Sicherheitslücken (EternalBlue/WannaCry) als Risiko und sollte deaktiviert sein.

Samba und Interoperabilität

Auf Linux/Unix übernimmt Samba die Rolle des SMB-Servers: Es ist eine freie Neuimplementierung, mit der Linux- und NAS-Geräte Windows-Freigaben anbieten und auf solche zugreifen. Dadurch ist SMB die Brücke zwischen Windows-Clients und Netzwerkspeichern jeder Art; im reinen Linux-Umfeld übernimmt NFS diese Aufgabe.

Verwandte Grundlagen: iSCSI, FCoE, Backup.