Samba ist eine freie Open-Source-Software, mit der Linux- und Unix-Systeme das Windows-Protokoll SMB/CIFS sprechen. So können sie Windows-Clients Datei- und Druckfreigaben anbieten und selbst auf Windows-Freigaben zugreifen. Entwickelt wurde Samba 1992 von Andrew Tridgell — der Name entstand aus „SMB“ plus dem Vokal, weil der Begriff rechtlich geschützt war.

Bestandteile

  • smbd: Server-Daemon für Datei- und Druckdienste (SMB/CIFS)
  • nmbd: NetBIOS-Name-Service (WINS) und Browser-Dienst
  • winbindd: Anbindung an Windows-Domänen für Benutzer- und Gruppen-Auflösung
  • smb.conf: zentrale Konfigurationsdatei mit Freigaben („Shares“) und Sicherheitseinstellungen

Einsatzmöglichkeiten

Samba ist die Standardlösung, um NAS-Geräte und Linux-Server in Windows-Netzwerke zu integrieren: Freigaben erscheinen im Explorer als Netzlaufwerke. Seit Version 4 kann Samba zusätzlich als Active-Directory-Domain-Controller (AD DC) arbeiten und übernimmt damit auch Identitätsdienste wie Kerberos und DNS — eine echte Alternative zu Windows Server in reinen Linux-Umgebungen.

Verwandte Grundlagen: SMB, CIFS, NFS, NAS.