Linked Data ist eine Sammlung von Best Practices, um strukturierte Daten im Web so zu veröffentlichen, dass sie maschinell verknüpft und weiterverwendet werden können. Geprägt wurde der Begriff von Tim Berners-Lee in seiner Design-Issues-Notiz „Linked Data" vom Juli 2006 — als praktische Umsetzung der Ideen des Semantischen Webs mit RDF.
Die vier Linked-Data-Prinzipien
Berners-Lee formulierte vier Regeln, die bis heute die Grundlage bilden:
- URIs benennen: Alle Dinge (Entitäten, Personen, Orte, Konzepte) werden über URIs identifiziert.
- HTTP-URIs verwenden: Die URIs sind über HTTP auflösbar (dereferenzierbar), damit sie im Web nachgeschlagen werden können.
- Nützliche Informationen liefern: Beim Abruf einer URI erscheinen beschreibende Daten im RDF-Format, abfragbar per SPARQL.
- Links setzen: Die Daten enthalten Verweise auf weitere URIs, damit Informationen über Datensätze hinweg verbunden sind.
Linked Open Data Cloud
Die bekannteste Anwendung ist die Linked Open Data (LOD) Cloud: öffentlich verfügbare Datensätze, die über RDF-Links miteinander vernetzt sind. DBpedia, die RDF-Version der Wikipedia, gilt seit 2008 als Kristallisationspunkt und meistverlinkter Knoten der Cloud; Wikidata ist heute einer der größten Datenanbieter. Integrierte Sammlungen wie LOD-a-lot umfassen über 28 Milliarden Tripel. Ein zentraler Speichertyp für solche Daten ist der Triple Store.
Verwandte Grundlagen: Knowledge Graph, Triple Store, Semantisches Web.