Ein MAC-Filter (auch MAC-Adressfilter oder MAC-Adressenfilter) ist eine Zugangskontrollfunktion von WLAN-Routern: In einer Liste werden die MAC-Adressen erlaubter Geräte hinterlegt, und der Access Point weist allen anderen Geräten den Zugang zum Netzwerk ab. Viele Router bieten dafür einen „Zugang beschränken"-Modus, in dem nur bekannte Geräte eine Verbindung aufbauen dürfen.

So funktioniert es

Der Access Point prüft bei jedem Verbindungsaufbau die MAC-Adresse des Clients gegen die Filterliste. Steht die Adresse in der Liste (Whitelist), wird die Verbindung zugelassen; andernfalls wird sie abgelehnt. MAC-Adressen werden im Klartext in jedem Datenframe übertragen — der Filter ist daher rein administrativ und für die Funkstrecke leicht zu umgehen.

Warum es keine echte Sicherheit ist

Die MAC-Adresse ist kein Geheimnis: Sie lässt sich mit passiven Sniffern (z. B. aircrack-ng, Wireshark) im Funkverkehr mitschneiden und auf dem eigenen Gerät per Software ändern (Spoofing). Ein Angreifer, der eine erlaubte Adresse abfängt, kann sie einfach nachahmen und erhält Zugang — der Filter unterscheidet nicht zwischen dem echten Gerät und dem Imitator. Zudem steigert die Pflege der Liste den Administrationsaufwand: Jedes neue Gerät (Gast, Smart-TV, IoT) muss manuell eingetragen werden, sonst scheitert der Verbindungsaufbau.

Wozu es trotzdem taugt

Der MAC-Filter ist keine Sicherheitsmaßnahme, sondern ein Komfort- und Kontrollwerkzeug: Er hält versehentliche Verbindungen von Fremdgeräten fern, reduziert die Sichtbarkeit des Netzes für Gelegenheitsnutzer und kann als zusätzliche Hürde vor Access Points in Gastnetzen dienen. Die eigentliche Absicherung des WLANs übernimmt die Verschlüsselung mit WPA2 oder WPA3 — ein starkes Passwort schützt mehr als jede MAC-Liste.

Verwandte Grundlagen: MAC-Adresse, WLAN, WPA2, WPS, Verstecktes Netzwerk.