Das PoE-Budget ist die maximale elektrische Gesamtleistung, die ein Switch gleichzeitig an seine PoE-fähigen Ports liefern kann. Sie wird in Watt angegeben und ist fast immer kleiner als die theoretische Summe aller Ports: Ein 24-Port-Switch mit PoE+ könnte rechnerisch 24 mal 30 W = 720 W abgeben, sein Netzteil stellt aber oft nur 250 bis 370 W bereit.

Warum das Budget knapp wird

Geräte wie Kameras, Access Points und IP-Telefone (siehe WLAN) beziehen ihren Strom über Power over Ethernet. Übersteigt die Summe ihrer Anforderungen das Budget, schaltet der Switch weitere Ports ab oder reduziert die Leistung — oft ohne deutliche Warnung. Deshalb gehört die Budgetplanung vor die Installation: Jedes Gerät mit seiner maximalen Leistungsaufnahme notieren, addieren und einen Puffer von 20 bis 30 Prozent einrechnen, etwa für PoE+-Geräte mit höherem Bedarf.

So liest man ein Datenblatt

  • PoE-Budget gesamt: z.B. 370 W bei einem 24-Port-Switch.
  • Budget pro Port: nach Standard begrenzt (15,4 / 30 / 60 / 90 W).
  • Leistungsklassen: Geräte melden ihren Bedarf, der Switch verteilt priorisiert.
  • Verlust im Kabel: bei langen Leitungen spürbar, die nutzbare Leistung liegt unter der Port-Angabe.

Ein gutes PoE-Budget-Management erkennt man daran, dass der Switch die Versorgung einzelner Ports priorisieren und bei Bedarf abschalten kann. Verwandte Grundlagen: PoE+, Ethernet, Netzwerkkarte, Bandbreite.