RESTCONF (RFC 8040, 2017) ist ein Protokoll der IETF, das YANG-definierte Konfigurationsdaten über eine moderne REST-API zugänglich macht. Statt einer eigenen XML-RPC-Session wie bei NETCONF nutzt RESTCONF HTTPS und die üblichen HTTP-Methoden — dadurch lässt sich die Konfiguration von Netzwerkgeräten einfach in Skripte, Web-Tools und CI/CD-Pipelines einbinden.
REST-Prinzipien auf Netzwerkgeräten
RESTCONF behandelt jeden Konfigurationsknoten als Ressource mit eindeutiger URI. Die Pfade spiegeln die Struktur des YANG-Datenbaums wider. Mit GET liest man Werte, mit POST legt man Ressourcen an, mit PUT oder PATCH ändert man sie und mit DELETE entfernt man sie — klassisches CRUD also, wie es Webentwickler kennen.
JSON und XML
Die Daten lassen sich als JSON oder XML übertragen (Medientyp application/yang-data+json beziehungsweise +xml). JSON macht RESTCONF besonders attraktiv für die Automatisierung mit Python oder JavaScript. Skripte und Pipelines kommen damit ohne zeilenbasierte CLI-Kommandos aus und arbeiten gegen eine stabile API.
NETCONF und RESTCONF im Vergleich
Beide Protokolle arbeiten auf denselben YANG-Datenmodellen und teilen die Datastore-Konzepte von NETCONF. Der Unterschied liegt im Zugang: NETCONF bietet transaktionales Arbeiten über candidate und commit mit Rollback, RESTCONF ist bewusst schlank und zustandslos, greift aber meist direkt auf die laufende Konfiguration zu. Für einfache Abfragen und Web-Integration gewinnt RESTCONF, für sicherheitskritische Massenänderungen bleibt NETCONF oft die erste Wahl. Konkrete Aufrufe zeigen die RESTCONF-Befehle und die NETCONF-Befehle.
Verwandte Grundlagen: SDN, SNMP, Telemetrie, Netzwerkprotokoll.