Simplex ist die einfachste Form der Datenübertragung: Informationen fließen nur in eine Richtung – vom Sender zum Empfänger. Die Rollen sind fest vergeben, eine Antwort oder Rückkanal ist nicht vorgesehen. Der Begriff kommt vom lateinischen simplex (einfach) und beschreibt eine unidirektionale Verbindung.

Typische Simplex-Anwendungen

  • Rundfunk: Radio (DAB+) und Fernsehen (DVB-T2) senden in eine Richtung – beim analogen Radio kommt je nach Band Amplitudenmodulation (Lang-, Mittel-, Kurzwelle) oder Frequenzmodulation (UKW) zum Einsatz – Millionen Empfänger hören zu, können aber nicht zurücksenden.
  • Sensorik: Ein Temperatursensor oder Bewegungsmelder überträgt Messwerte an eine Zentrale, die nur empfängt.
  • Pager und Sirenen: Empfangen bzw. senden nur in einer Richtung.
  • GPS: Der Empfänger bekommt die Satellitensignale, sendet selbst aber nichts zurück.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die gesamte Bandbreite steht für die eine Übertragungsrichtung zur Verfügung, und die Technik ist denkbar einfach. Bei Glasfaser etwa genügt eine einzige Faser (Simplex-Patchkabel), weil nur ein Signal in einer Richtung fließt.

Abgrenzung zu Duplex-Verfahren

Sobald beide Seiten Daten austauschen wollen, reicht Simplex nicht mehr aus. Dann kommen Halbduplex (abwechselnd senden und empfangen) oder Vollduplex (gleichzeitig senden und empfangen) zum Einsatz. Die meisten Netzwerkprotokolle setzen auf Duplex-Verbindungen, weil Kommunikation fast immer in beide Richtungen läuft – etwa bei Anfrage und Antwort.

Verwandte Grundlagen: Halbduplex, Vollduplex.