TeamViewer ist eine kommerzielle Remote-Desktop-Software des schwäbischen Unternehmens TeamViewer GmbH aus Göppingen. Gegründet 2005, zählt sie zu den größten Anbietern von Fernwartungslösungen weltweit und wird in hunderttausenden Unternehmen eingesetzt, um auf Bildschirme von Mitarbeitern zuzugreifen und Serviceanfragen zu lösen.

So funktioniert TeamViewer

Wie viele moderne Fernwartungswerkzeuge nutzt TeamViewer einen Vermittlungsdienst, damit sich zwei Rechner auch hinter NAT oder Firewalls verbinden können. Der Anwender erhält eine eindeutige TeamViewer-ID und ein temporäres oder festes Passwort; der Partner verbindet sich über diese Daten, ohne dass Ports im Router freigegeben werden müssen. Die Verbindung ist Ende-zu-Ende über TLS verschlüsselt. Neben der reinen Bildschirmsteuerung gehören Dateiübertragung, Sitzungs-Chat, Whiteboard und die Unterstützung unbeaufsichtigter Rechner (Remote-Zugriff per festem Passwort) zum Funktionsumfang.

Wichtige Meilensteine und Sicherheit

TeamViewer 9 brachte 2013 unter anderem Wake-on-LAN und erhöhte Sicherheitsoptionen; inzwischen gibt es mit TeamViewer IoT auch eine Variante für Server und IoT-Geräte wie den Raspberry Pi. Das Produkt ist für die private Nutzung kostenlos, für Firmen lizenzpflichtig. 2016 geriet TeamViewer durch einen Hackerangriff in die Schlagzeilen, bei dem Berichten zufolge Konten kompromittiert wurden; das Unternehmen reagierte mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen wie der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Konkurrenzprodukte AnyDesk (von ehemaligen TeamViewer-Mitarbeitern gegründet) und RustDesk (Open Source) orientieren sich am selben Bedienkonzept.

Verwandte Grundlagen: VNC, RDP, SSH.