VOB (Video Object) ist das Containerformat der DVD-Video-Spezifikation. Es speichert Film, Tonspuren, Untertitel und Menügrafiken im VIDEO_TS-Ordner einer DVD und ist nach dem MPEG Program Stream aufgebaut.

Aufbau und Inhalt

Eine VOB-Datei enthält typischerweise MPEG-2-Video (selten MPEG-1), mehrere Audiospuren (Dolby Digital/AC-3, DTS, PCM oder MPEG-Audio), Untertitel als Bitmap-Subpictures sowie Navigationsdaten für Menüs und Kapitel. Die DVD-Spezifikation begrenzt jede VOB-Datei auf etwa 1 GiB, daher wird ein längerer Film über mehrere fortlaufend nummerierte VOB-Dateien (z. B. VTS_01_1.VOB bis VTS_01_4.VOB) verteilt, die der Player nahtlos aneinanderreiht.

Navigation über IFO-Dateien

Die eigentliche Abspiel-Logik — Kapitelsprünge, Winkel, Menüaktionen und die Reihenfolge der Titel — liegt nicht in den VOBs selbst, sondern in begleitenden .IFO-Dateien. Kommerzielle DVDs sind zusätzlich mit dem Kopierschutz CSS verschlüsselt, weshalb VOB-Rohdaten beim Rippen entschlüsselt werden müssen.

Bedeutung heute

Mit der DVD verschwindet auch VOB: Blu-ray nutzt das verwandte M2TS, und digitale Verbreitung setzt auf MKV oder MP4. Beim Rippen älterer DVDs wandelt man VOB daher meist in diese Formate um, wobei die MPEG-2-Spur oft unverändert übernommen wird.

Verwandte Grundlagen: H.264 und AVI als weitere Video-Container.