MKV (Matroska Video) ist ein offener, lizenzfreier Multimedia-Container, der beliebig viele Video-, Audio- und Untertitelspuren in einer einzigen Datei bündelt. Die Dateiendung .mkv steht für das Matroska-Format, das seit 2002 vom Matroska-Projekt entwickelt wird.

Was ist ein Container überhaupt?

Ein Container-Format ist wie eine Verpackung: Es legt fest, wie Video-, Audio- und Untertitelspuren zusammen mit Metadaten in einer Datei gespeichert werden. Der eigentliche Inhalt wird von Codecs erzeugt. Derselbe H.264-Videostream lässt sich wahlweise in MKV, MP4 oder WebM verpacken.

Eigenschaften von MKV

  • Codec-agnostisch: MKV akzeptiert praktisch jeden Codec — von H.264 über HEVC bis AV1.
  • Mehrere Spuren: Beliebig viele Video-, Audio- und Untertitelspuren (auch als Bilder, z. B. DVD-Subtitles) in einer Datei.
  • Kapitel und Menüs: Struktur wie bei einer DVD; Kapitelsprünge und Metadaten sind Teil des Formats.
  • Fehlertoleranz: Beschädigte Stellen am Dateianfang verhindern nicht das Abspielen des Rests.
  • Technische Basis: EBML (Extensible Binary Meta Language, RFC 8794), ein binäres XML-ähnliches Format.

Dateigröße und Verwendung

MKV-Dateien sind häufig größer als vergleichbare MP4-Dateien, weil sie oft hochbitratige Spuren und mehrere Audiostreams enthalten. Das Format ist Standard bei Rips von Blu-rays und DVDs sowie bei Aufnahmen mit HLS-basierten Tools, da es verlustfreie Audiocodecs wie FLAC und DTS unterstützt. Browser und mobile Geräte spielen MKV nur eingeschränkt ab — fürs Web sind WebM und MP4 besser geeignet.

Verwandte Grundlagen: MP4, WebM, Codec, AV1.