Ein VPN (Virtual Private Network) baut einen verschlüsselten Tunnel zwischen zwei Geräten oder Netzen auf — auch über unsichere Verbindungen wie öffentliches WLAN. Daten, die durch den Tunnel fließen, kann niemand von außen lesen oder verändern; für Außenstehende erscheint der gesamte Verkehr nur als eine einzige Verbindung.

Wozu nutzt man VPN?

  • Homeoffice: Mitarbeiter greifen verschlüsselt auf Firmenressourcen zu, als säßen sie im Büro.
  • Standortverbindung: Zwei Filialen werden zu einem logischen Netz verbunden (Site-to-Site).
  • Sicherheit im öffentlichen WLAN: Der Tunnel schützt vor Lauschangriffen im Café oder Hotel.
  • Geo-Umgehung: Inhalte, die nur in bestimmten Ländern verfügbar sind, lassen sich über einen Server im jeweiligen Land abrufen — dabei gelten die jeweiligen Lizenzbedingungen.

Wie funktioniert ein VPN-Tunnel?

Gerät  →  VPN-Client: Daten werden verschlüsselt
       →  Tunnel über das Internet (z. B. IPsec oder WireGuard)
       →  VPN-Server: entschlüsselt und leitet an das Zielnetz weiter

Bekannte Protokolle sind IPsec, OpenVPN und das moderne, sehr schnelle WireGuard. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verhindert, dass der Internetanbieter oder Angreifer im Netz den Inhalt mitlesen können.

Praxis-Tipps

  • VPN ersetzt keine Firewall: Der Tunnel schützt die Verbindung, nicht das Gerät selbst — siehe Firewall.
  • Server-Logik: Für den Zugriff aufs Firmennetz einen VPN-Server im eigenen Netz betreiben; der Provider des Dienstes sieht sonst mit, wohin die Daten gehen.
  • Split-Tunneling: Nur der Verkehr zum Firmennetz läuft durch den Tunnel, das übrige Surfen direkt — spart Bandbreite.
  • Feste IP-Adressen: Die Ziel-IP des VPN-Servers muss von außen erreichbar sein — oft über DNS statt wechselnder IP.

Verwandte Grundlagen: Firewall, NAT, DNS.