NAT (Network Address Translation) übersetzt IP-Adressen beim Übergang zwischen Netzen. Der häufigste Fall: Ein Router im Heimnetz bekommt vom Provider genau eine öffentliche IPv4-Adresse, während im LAN viele Geräte private Adressen (z. B. 192.168.1.x) haben. NAT sorgt dafür, dass alle Geräte trotzdem gleichzeitig ins Internet können.

Wie funktioniert NAT?

Internes Gerät (192.168.1.20:52310)  →  Router  →  Internet (85.13.135.31:52310)
     Antwort des Servers kommt zurück an 85.13.135.31:52310
     Router merkt sich die Zuordnung und leitet an 192.168.1.20 weiter

Die Kombination aus öffentlicher IP und Quell-Port macht jede Verbindung eindeutig. Diese Variante heißt PAT (Port Address Translation) — im Alltag wird sie einfach „NAT" genannt.

Warum ist NAT wichtig?

  • Adressknappheit: Private Bereiche (10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12, 192.168.0.0/16) lassen sich intern beliebig oft verwenden.
  • Sicherheit: Von außen sind private Geräte nicht direkt erreichbar — das Firewall-Prinzip der gezielten Freigabe bleibt erhalten.
  • Flexibilität: Der Provider-Wechsel ändert nur die öffentliche IP des Routers, das LAN bleibt unverändert.

Port-Forwarding

Für Dienste, die von außen erreichbar sein sollen (Webserver, Spiele-Server), richtet man im Router eine Port-Weiterleitung ein: eingehende Verbindungen auf Port X werden an eine feste interne IP weitergeleitet. Achtung: Jede Freigabe vergrößert die Angriffsfläche.

Praxis-Tipps

  • IPv6 macht NAT meist überflüssig: Jedes Gerät kann eine echte öffentliche Adresse bekommen (siehe auch DNS und AAAA-Records).
  • Problemfall: Erscheinen Spiele-/VoIP-Verbindungen instabil, sind oft NAT-Typen (Strict/Moderate) oder fehlendes UPnP die Ursache.
  • Doppeltes NAT: Zwei Router hintereinander (z. B. Provider-Box + eigener Router) erschweren Freigaben — einen davon in den Bridge-Modus schalten.

Verwandte Grundlagen: DHCP, Firewall, VPN.