Broadcast Domain (deutsch: Rundsendungsdomäne) ist der Bereich eines Rechnernetzes, in dem ein Broadcast-Frame alle angeschlossenen Geräte erreicht. Broadcasts sind Rahmen mit der Zieladresse FF:FF:FF:FF:FF:FF, die nicht an ein einzelnes Gerät, sondern an alle Stationen der Domäne gerichtet sind.

Wie Broadcasts weitergeleitet werden

Ein Switch leitet einen Broadcast standardmäßig an alle seine Ports weiter — außer an den Port, an dem der Frame ankam. Ohne weitere Segmentierung bilden daher alle Geräte an einem Switch (oder einer Switch-Kaskade) eine einzige Broadcast Domain. Ein Hub tut dasselbe auf der physischen Ebene, allerdings teilen sich seine Ports zusätzlich eine gemeinsame Kollisionsdomäne.

Wo Broadcasts enden: Router und VLANs

Ein Router leitet Broadcasts standardmäßig nicht zwischen seinen Schnittstellen weiter. Jede Router-Schnittstelle bildet deshalb die Grenze einer Broadcast Domain. Dasselbe erreichen VLANs auf einem Switch: Sie trennen die Ports logisch in getrennte Broadcast Domains, obwohl die Geräte am selben physischen Switch hängen. Verkleinert man Domänen per Router oder VLAN, sinkt der Broadcast-Overhead und die Störanfälligkeit.

Typische Broadcasts

Klassische Broadcast-Anwendungen sind ARP-Anfragen (ARP: Wer hat IP X?), DHCP-Discover oder NDP-Nachbarschaftssuche. Hosts innerhalb derselben Broadcast Domain erreichen sich dadurch direkt auf Schicht 2, ohne den Umweg über einen Router. Die Größe der Domäne begrenzt zugleich, wie weit sich solche Anfragen ausbreiten.

Verwandte Grundlagen: Broadcast, Multicast und Unicast, Broadcast Storm, Storm Control.