Ein Ethernet-Frame ist der Datenrahmen, in dem ein Netzwerkpaket auf Schicht 2 des Ethernet übertragen wird. Er besteht aus Ziel- und Quell-MAC-Adresse, einem Typfeld, den Nutzdaten und einer Prüfsumme.
Aufbau des Frames
Vor dem eigentlichen Rahmen sendet die Netzwerkkarte eine Preamble (7 Byte) und ein Start Frame Delimiter (SFD, 1 Byte) zur Synchronisation — diese gehören zur physikalischen Schicht. Der Frame selbst beginnt mit der Destination MAC (6 Byte) und der Source MAC (6 Byte), gefolgt vom Feld EtherType/Length (2 Byte). Es folgen die Nutzdaten (Payload) und am Ende die Frame Check Sequence (FCS, 4 Byte), eine CRC-32-Prüfsumme. Stimmt die Prüfsumme nicht, verwirft der Empfänger den Rahmen still.
Größen und Padding
Der Standard-Frame ist mindestens 64 Byte und höchstens 1518 Byte lang (ohne Preamble/SFD). Ist die Nutzlast kürzer als 46 Byte, wird sie mit Füllbytes (Padding) auf die Mindestgröße gebracht — die Grenze stammt aus der Kollisionserkennung: Ein sendendes Gerät muss den Rahmen noch übertragen, während es eine Kollision erkennen kann. Trägt der Rahmen einen VLAN-Tag, wächst er auf bis zu 1522 Byte.
EtherType
Das Typfeld verrät, welches Protokoll in den Nutzdaten steckt: 0x0800 für IPv4, 0x86DD für IPv6 und 0x8100 für einen eingefügten 802.1Q-VLAN-Tag. Speicher-Frames nach FCoE (Fibre Channel over Ethernet) tragen den EtherType 0x8906. Ein Switch liest aus jedem Frame die Quell-MAC-Adresse und treibt damit das MAC-Learning seiner Weiterleitungstabelle an.
Verwandte Grundlagen: MAC-Adresse, Hub, Netzwerkkarte.