Das GFS-Backup (Grandfather-Father-Son, Großvater-Vater-Sohn) ist ein weit verbreitetes Rotationsschema für Sicherungsmedien. Es kombiniert Vollbackups, inkrementelle und differentielle Backups so, dass viele Wiederherstellungspunkte erhalten bleiben, ohne unbegrenzt Speicher zu belegen.

Die drei Ebenen

  • Son (Sohn): die täglichen Sicherungen, meist inkrementell — aufbewahrt für etwa sieben Tage.
  • Father (Vater): die jeweils letzte Sicherung der Woche, meist ein Vollbackup — aufbewahrt für vier bis fünf Wochen.
  • Grandfather (Großvater): die letzte Sicherung des Monats, ein Vollbackup — aufbewahrt für etwa zwölf Monate, idealerweise am externen Standort (siehe Offsite-Backup).

Warum GFS?

Das Schema verfolgt zwei Ziele: die Minimierung des Speicherbedarfs und die Maximierung der Wiederherstellungspunkte. Statt unbegrenzt viele Bänder oder Festplatten zu füllen, wird ein fester Satz Medien zyklisch wiederverwendet. Ältere Daten wandern automatisch in gröbere Zeitraster — man kann einen Zustand von gestern, von vor drei Wochen oder von vor acht Monaten wiederherstellen, ohne jeden Tag einzeln zu archivieren. Verbreitet ist GFS in Backup-Lösungen wie Amanda, Bacula oder Veeam sowie bei Bandrotationen in Rechenzentren.

Ein typisches Beispiel: montags bis freitags läuft eine tägliche Sicherung (Son), freitags zusätzlich ein Wochen-Vollbackup (Father), am letzten Werktag des Monats ein Monats-Vollbackup (Grandfather). Die täglichen Bänder werden nach einer Woche überschrieben, die wöchentlichen nach vier bis fünf Wochen, die monatlichen erst nach einem Jahr. Verwandte Grundlagen: Backup, Synthetisches Vollbackup.