OpenConfig ist eine Initiative großer Netzwerkbetreiber (ursprünglich Google, Microsoft, Apple, Facebook, heute viele weitere), die herstellerneutrale Datenmodelle für Netzwerkgeräte entwickelt. Die Modelle sind in YANG geschrieben und beschreiben Schnittstellen, Routing (BGP, OSPF, ISIS), MPLS, QoS und mehr einheitlich — unabhängig davon, ob dahinter ein Cisco-, Juniper-, Arista- oder Huawei-Gerät steckt.
Warum OpenConfig?
Hersteller-eigene Modelle führen zu Insellösungen: Wer mehrere Fabrikate betreibt, pflegt parallele Automatisierungsskripte. OpenConfig schafft eine gemeinsame Sprache auf Basis realer Betriebsanforderungen der Betreiber. Das Ziel ist nicht, jede Hersteller-Funktion abzubilden, sondern die gemeinsamen Schnittmengen sauber und stabil zu modellieren. Konfiguration und Zustandsdaten liegen in getrennten Hierarchien (config und state), was das Abgleichen von Soll- und Ist-Zustand erleichtert.
Wo OpenConfig lebt
Die Modelle werden typischerweise über NETCONF, RESTCONF oder gNMI ausgeliefert — gNMI entstand selbst als OpenConfig-Projekt. Auch Streaming-Telemetrie nutzt OpenConfig-Pfade als gemeinsamen Nenner. Abgrenzung: OpenConfig sind die Modelle, gNMI/NETCONF sind die Transport-Protokolle. Verwandte Grundlagen: Streaming-Telemetrie, SDN.