RDFS (RDF Schema, auch RDF Vocabulary Description Language 1.0) ist wie RDF eine W3C-Empfehlung. Sie stellt ein leichtgewichtiges Vokabular bereit, mit dem sich Klassen und Eigenschaften von RDF-Daten beschreiben lassen — die einfachste Form einer Ontologie.

Die wichtigsten Ausdrücke

RDFS definiert eine Reihe von Vokabeln:

  • rdfs:Class: markiert eine Ressource als Klasse, deren Mitglieder Individuen sind
  • rdfs:subClassOf: ordnet Klassen hierarchisch an — jede Instanz der Unterklasse gehört auch zur Oberklasse
  • rdfs:subPropertyOf: verfeinert Eigenschaften analog zur Klassenhierarchie
  • rdfs:domain und rdfs:range: legen fest, auf welche Subjekte bzw. Objekte eine Eigenschaft angewendet werden darf
  • rdfs:label und rdfs:comment: liefern lesbare Namen und Beschreibungen

RDFS im Vergleich zu OWL

RDFS ist bewusst einfach gehalten: Es kann Klassenhierarchien und Eigenschaften modellieren, aber keine komplexen Restriktionen wie Kardinalitäten oder logische Verknüpfungen. Genau dafür ist OWL gedacht, das RDFS als Grundlage erweitert. Zusammen bilden beide die Vokabularschicht des Semantischen Webs und helfen Systemen, RDF-Daten aus unterschiedlichen Quellen zu interpretieren und zu kombinieren.

Verwandte Grundlagen: RDF, Semantische Suche, Graphdatenbank.