FC-Befehle fassen die wichtigsten Kommandozeilen-Werkzeuge zusammen, mit denen Administratoren Fibre-Channel-Verbindungen prüfen: auf der Linux-Seite die HBA- und SCSI-Tools, auf der Switch-Seite die Diagnosebefehle der Fabrik. Fibre Channel selbst ist das Storage-Netz für Hochleistungs-SANs.
Linux: HBAs und LUNs anzeigen
Der FC-Treiber (etwa qla2xxx oder lpfc) legt je Host-Bus-Adapter ein Verzeichnis unter /sys/class/fc_host/ an. Die wichtigsten Befehle:
lsscsi # SCSI-/FC-Geräte inkl. LUNs auflisten
lsscsi -H # Host-Adapter (Host-Nummern) zeigen
systool -fc_host -v # Details aller FC-Ports (sysfsutils)
cat /sys/class/fc_host/host0/port_name # WWPN des Ports
cat /sys/class/fc_host/host0/speed # aktuelle Link-Geschwindigkeit
port_name liefert den World Wide Port Name (WWPN), mit dem der HBA im Fabric angemeldet ist; node_name den WWNN des Geräts. Für die Erkennung neu zugewiesener LUNs wird der Host gescannt:
echo "- - -" > /sys/class/scsi_host/host0/scan
Erreichbarkeit und Switch-Diagnose
fcping sendet ein FC-LS-2-ECHO (Extended Link Service) an einen Zielport und prüft damit, ob der Port im Fabric erreichbar ist — ähnlich dem ICMP-Ping im LAN, aber auf FC-Ebene. Es eignet sich auch, um Zoning-Fehler einzugrenzen.
fcping -c 5 0x21000024ff3a1b2c # 5 ECHOs an eine Port-ID
Für Zoning- und Fabric-Fragen ist die Switch-Kommandozeile zuständig: Bei Brocade-Fabric-OS liefern switchshow, fabricshow und portshow <Port> den Überblick, bei Cisco-MDS-Switches show flogi database und show fcns database. Herstellerspezifische HBA-Tools wie Emulex hbacmd oder QLogic QConvergeConsole ergänzen die Linux-Bordmittel.
Neben FC-Block-Speichern gibt es dateibasierte Zugriffe: Freigaben über das Netzwerk verwalten Administratoren mit NFS-Befehlen, Windows-Freigaben mit SMB-Befehlen.
Verwandte Grundlagen: Fibre Channel, iSCSI, FCoE.