NFS-Befehle decken die Kommandozeilen-Seite des Network File System ab: Freigaben auf dem Server exportieren, auf dem Client einhängen und Verbindungen diagnostizieren. NFS ist der Standard für Dateifreigaben zwischen Linux- und Unix-Systemen und läuft auch auf vielen NAS-Geräten.

Server: Freigaben exportieren

Die Exportliste steht in /etc/exports; jede Zeile nennt Verzeichnis, erlaubte Clients und Optionen:

/srv/nfs   192.168.1.0/24(rw,sync,no_subtree_check)

Nach Änderungen wird die Liste neu eingelesen:

sudo exportfs -ra     # alle Exporte neu laden
exportfs -v           # aktive Exporte mit Optionen anzeigen
sudo exportfs -u /srv/nfs   # Export zurückziehen
sudo systemctl enable --now nfs-server

Der nfs-server-Dienst (auf Debian/Ubuntu nfs-kernel-server) stellt die Exporte über NFSv3 und NFSv4 bereit.

Client: Freigaben einhängen

Ein Client mountet eine Freigabe mit mount -t nfs; moderne Systeme verwenden dabei automatisch NFSv4:

sudo mount -t nfs server:/srv/nfs /mnt/nfs
sudo mount -t nfs -o nfsvers=4 server:/export /mnt  # explizit NFSv4
# Dauerhaft in /etc/fstab:
# server:/srv/nfs  /mnt/nfs  nfs  defaults,noatime  0 0

Diagnose

Bewährte Prüfbefehle für Verbindung und Statistik:

showmount -e server     # welche Exporte bietet der Server an?
rpcinfo -p server       # registrierte RPC-Dienste (nfs, mountd)
nfsstat -m              # aktuell eingehängte NFS-Mounts
nfsstat -c              # Client-Statistik (RPC-Zähler)
cat /proc/self/mountstats

Für Block-Speicher über Glasfaser kommen FC-Befehle zum Einsatz, Windows-Freigaben verwaltet man mit SMB-Befehlen.

Verwandte Grundlagen: NFS, NAS, Dateisysteme.