LDP-Befehle konfigurieren das Label Distribution Protocol, das die Label-Zuordnungen in einem MPLS-Netz verteilt. Während der Konzept-Artikel Label Distribution Protocol das Protokoll erklärt, zeigt diese Referenz die konkreten Kommandos der gängigen Plattformen.

Cisco IOS

Nach der globalen MPLS-Aktivierung (Grundlagen zeigt die Referenz MPLS-Befehle) wird LDP als Label-Protokoll gesetzt und eine stabile Router-ID gewählt:

mpls label protocol ldp
mpls ldp router-id Loopback0 force

Für die Diagnose sind vier show-Befehle zentral: show mpls ldp neighbor zeigt Peers mit Sitzungsstatus (Operational), show mpls ldp bindings die lokalen und von Nachbarn gelernten Label-Bindings je Präfix, show mpls ldp discovery die per Hello entdeckten LDP-Router und debug mpls ldp schaltet die Protokoll-Detailausgabe ein.

Juniper Junos

Auf Junos wird LDP rein konfigurativ aktiviert; die Sitzungen erscheinen nach einem Commit automatisch:

set protocols ldp interface ge-0/0/1.0

Prüfen lässt sich das mit show ldp session (State: Operational), show ldp neighbor, show ldp route (gelernte FEC-Label-Pfade mit Outgoing Label) und show ldp interface. Der Befehl show ldp path zeigt die LDP-LSPs im Detail.

MikroTik RouterOS

/mpls ldp set enabled=yes lsr-id=10.1.1.3
/mpls ldp interface add interface=ether1 transport=ipv4
/mpls ldp neighbor print

Die print-Ansichten von /mpls ldp neighbor und /mpls forwarding-table zeigen, ob die Label-Pfade aufgebaut sind. In modernen Netzen ersetzt Segment Routing LDP zunehmend — die Segment-Routing-Befehle zeigen, wie die Label-Verteilung dann ohne eigenes Protokoll im IGP läuft.