Segment-Routing-Befehle aktivieren SR-MPLS: Statt eines separaten Label-Protokolls wie LDP verteilt das Routing-Protokoll die Segment-IDs direkt mit. Der Konzept-Artikel Segment Routing erklärt die Idee der SIDs und des SRGB; die klassischen MPLS-Kommandos stehen in der Referenz MPLS-Befehle. Hier folgen die SR-Kommandos der Praxis.

Cisco IOS XE

Segment Routing wird pro Router und dann im IGP aktiviert. OSPF- und IS-IS-Beispiel sehen ähnlich aus — hier mit IS-IS:

segment-routing mpls
!
router isis CORE
 net 49.0001.0000.0000.0001.00
 segment-routing mpls

Jeder Router bekommt für sein Loopback eine globale Prefix-SID, die im IGP propagiert wird:

interface Loopback0
 ip address 10.0.0.1 255.255.255.255
 segment-routing mpls connected-prefix-sid-map address-family ipv4
  10.0.0.1/32 index 1 range 1
 exit-address-family

Zur Diagnose: show segment-routing mpls connected-prefix-sid-map ipv4 zeigt die lokalen SID-Zuordnungen, show mpls forwarding-table die daraus entstandenen Label-Pfade und show isis segment-routing den SR-Status des IGPs.

Juniper Junos

Auf Junos wird SR im IGP aktiviert und die SID am Loopback gesetzt:

set protocols isis source-packet-routing
set interfaces lo0.0 unit 0 family inet address 10.0.0.1/32
set protocols isis interface lo0.0 level 1 passive

Die Prefix-SID konfiguriert man über die source-packet-routing-Hierarchie; geprüft wird mit show isis database extensive (dort erscheinen die SID-Sub-TLVs) und show mpls lsp.

MikroTik RouterOS

/routing igp sr set enabled=yes
/routing igp sr interface add interface=ether1

Segment Routing auf RouterOS basiert auf einer zentralen SR-Datenbank, die mit /routing igp sr database print und /routing igp sr neighbor print geprüft wird. Weil SR die Labels im IGP mitführt, entfällt die separate LDP-Konfiguration — die LDP-Befehle bleiben nur für klassische MPLS-Netze relevant. Verwandte Grundlagen: MPLS, IS-IS, OSPF.