ALAC (Apple Lossless Audio Codec) ist ein verlustfreies Audiokompressionsverfahren von Apple, das Musik bitgenau originalgetreu wiedergibt und dabei je nach Material auf 40 bis 60 Prozent der ursprünglichen Dateigröße kommt. Apple führte ALAC 2004 mit iTunes 4.5 ein und stellte den Codec 2011 als Open Source unter Apache-Lizenz frei – seitdem ist er auch außerhalb des Apple-Ökosystems weit verbreitet.

Technik und Dateiformat

ALAC arbeitet ähnlich wie FLAC mit adaptiver linearer Vorhersage und speichert die Differenzsignale verlustfrei. Die Audiodaten liegen typischerweise in einer .m4a-Datei – einem MP4-Container, der auch AAC-Audio aufnehmen kann. ALAC unterstützt Abtastraten bis 384 kHz und bis zu 8 Kanäle.

ALAC im Apple-Ökosystem

  • iTunes und Apple Music: ALAC ist das Format für verlustfreie Musik im Apple-Universum; Apple Music streamt verlustfrei in ALAC bis 24 Bit/192 kHz.
  • Geräte: iPhone, iPad, iPod, Apple TV und Mac spielen ALAC nativ ab.
  • Begriffsklärung: Nicht zu verwechseln mit AAC – AAC ist der verlustbehaftete Apple-Codec, ALAC der verlustfreie.

ALAC vs. FLAC

Beide liefern bitidentische Audioqualität und ähnliche Kompressionsraten. FLAC ist im offenen Ökosystem (Linux, viele Player) verbreiteter, ALAC dort, wo Apple-Geräte und iTunes im Spiel sind. In Bibliotheken, die beides abspielen sollen, ist ALAC oft die praktische Wahl, weil es auf Apple-Hardware ohne Umwandlung läuft – FLAC unterstützt iOS erst seit iOS 11.

Verwandte Grundlagen: FLAC, WavPack, Codec, MP4, AAC.