WebM ist ein offenes, lizenzfreies Containerformat für Video im Web. Es wurde 2010 von Google veröffentlicht, basiert auf einer Untermenge des Matroska-Formats und ist speziell für die Auslieferung über das Internet optimiert.
Die Codec-Kombination
Anders als MP4 erlaubt WebM nur lizenzfreie Codecs: Bei den Videocodecs sind das VP8, VP9 und AV1, beim Ton Vorbis und Opus. Damit entfallen Lizenzgebühren, wie sie bei H.264 oder HEVC anfallen.
WebM im Browser
- Native Unterstützung: Das
<video>-Element von HTML5 und Media Source Extensions spielen WebM ohne Plugin ab. - Kleinere Dateien: Mit VP9/AV1 oft 20-50 % kleiner als vergleichbare H.264-MP4-Dateien bei ähnlicher Qualität.
- Echtzeit: WebM wird in WebRTC- und Screencast-Anwendungen sowie von YouTube als internes Arbeitsformat genutzt.
- MIME-Typ:
video/webm(nur Audio:audio/webm).
WebM vs. MP4
MP4 dominiert bei Gerätekompatibilität und DRM (geschützte Inhalte), WebM bei offenen Web-Standards ohne Lizenzkosten. Viele Websites liefern beide Varianten aus und lassen den Browser wählen. Für Archiv- oder Schnittzwecke mit vielen Spuren ist dagegen MKV flexibler.