Monkey's Audio ist ein verlustfreies Audiokompressionsverfahren, dessen Dateien meist die Endung .ape tragen. Entwickelt wurde es ab 1999 von Matthew T. Ashland und 2000 erstmals als Freeware veröffentlicht. Monkey's Audio erzielt oft eine etwas höhere Kompression als FLAC, verlangte dafür in den Anfangsjahren aber deutlich mehr Rechenleistung beim Kodieren und Dekodieren.
Kompression und Technik
Wie alle verlustfreien Codecs stellt Monkey's Audio nach der Dekodierung exakt den ursprünglichen PCM-Bitstrom wieder her. Der Encoder kombiniert eine adaptive Vorhersage mit einer effizienten Entropiekodierung und bietet mehrere Kompressionsstufen von Fast bis Insane. Die höchste Stufe liefert sehr kleine Dateien, benötigt aber viel Zeit. In den 2000er-Jahren galt das Format als Maßstab für besonders hohe Kompressionsraten und war eine wichtige Inspiration für die Entwicklung von TAK; umgekehrt hatte Ashland selbst Anregungen aus frühem WavPack übernommen.
APEv2-Tags und Lizenz
Monkey's Audio führte mit APEv2 ein eigenes Metadaten-Tagging ein, das später auch von TAK, WavPack und OptimFROG übernommen wurde. Die Software lief lange als proprietäre Freeware; seit dem 10. August 2023 steht der Quellcode unter der 3-Klausel-BSD-Lizenz und ist damit Open Source. Weil APE-Dateien vor allem in Windows-Programmen verbreitet sind und viele portable Player das Format nicht dekodieren können, hat sich im Musikarchiv-Bereich FLAC als portablerer Standard durchgesetzt.
Abgrenzung
Monkey's Audio gehört zur Gruppe der verlustfreien Formate neben FLAC, ALAC, WavPack, TAK und Shorten. Während verlustbehaftete Codecs wie MP3 oder AAC hörbare Anteile verwerfen, arbeitet es verlustfrei und ist damit Teil der verlustfreien Kompression.
Verwandte Grundlagen: Codec, FLAC, Shorten, TAK, Verlustfreie Kompression.