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  5. Programmiersprachen-Befehle

RESTCONF-Befehle: Netzwerk-APIs mit curl und HTTP

RESTCONF-Befehle zeigen, wie Administratoren Netzwerkgeräte über die HTTP-basierte RESTCONF-Schnittstelle ansprechen. RESTCONF macht die YANG-Datenmodelle als REST-API erreichbar: Jeder Konfigurationsknoten ist eine Ressource mit URI, Änderungen laufen mit den üblichen HTTP-Methoden. Standard-Werkzeug ist curl, es funktionieren aber auch requests (Python), Postman und CI/CD-Pipelines.

Lesen mit GET

Die Basis-URL lautet https://<host>/restconf. Authentifiziert wird per HTTP-Basic; als Medientyp wählt man JSON oder XML über den Accept-Header:

curl -u admin:secret -H 'Accept: application/yang-data+json' 
     https://switch.example.com/restconf/data/interfaces/interface=GigabitEthernet1

Ändern mit PATCH und POST

Zum Ändern schickt man die neuen Werte als JSON im Request-Body:

curl -X PATCH -u admin:secret 
     -H 'Content-Type: application/yang-data+json' 
     -d '{"interface": {"description": "uplink-berlin"}}' 
     https://switch.example.com/restconf/data/interfaces/interface=GigabitEthernet1

Mit POST legt man Ressourcen an, mit PUT ersetzt man sie vollständig und mit DELETE löscht man sie. Auf Cisco-Geräten (IOS-XE) hängen die herstellerspezifischen Modelle unter Pfaden wie /restconf/data/Cisco-IOS-XE-native:native/.

RESTCONF ist bewusst schlank und zustandslos — für transaktionales Arbeiten mit candidate und commit bleibt NETCONF-Befehle die Alternative, für gestreamte Echtzeitdaten gNMI-Befehle.

Verwandte Grundlagen: RESTCONF, YANG, NETCONF, SDN.

NETCONF-Befehle: Konfiguration per Kommandozeile und Python

NETCONF-Befehle fassen die Werkzeuge zusammen, mit denen Administratoren Netzwerkgeräte per NETCONF konfigurieren. NETCONF selbst ist das Konfigurationsprotokoll über SSH (Port 830), das seine Daten als XML-RPCs austauscht. Statt zeilenbasierter Cisco-/Juniper-Kommandos arbeiten die Befehle gegen strukturierte YANG-Datenmodelle.

netconf-console

Das Python-Paket netconf-console (Nachfolger netconf-console2) ist der Standard-Client für die Kommandozeile. Einzelne RPCs übergibt man direkt als Argument:

pip install netconf-console2
netconf-console2 --host=switch.example.com -u admin -p 'secret' --port 830 get-config
netconf-console2 --host=switch.example.com -u admin -p 'secret' edit-config fragment.xml --db candidate

Mit der Option -i startet der Client einen interaktiven Konsolen-Modus. Dort stehen die NETCONF-Operationen als Kommandos bereit: get-config, edit-config, lock, unlock, commit und rpc für beliebige eigene Aufrufe. Die Konfiguration läuft typischerweise über die candidate-Datastore, wird validiert und per commit aktiv.

Python mit ncclient

Für Skripte ist die Bibliothek ncclient der Standard. Sie öffnet eine NETCONF-Session und kapselt die RPCs als Methoden:

from ncclient import manager
m = manager.connect(host='switch.example.com', port=830,
                    username='admin', password='secret', hostkey_verify=False)
print(m.get_config(source='running'))
m.edit_config(target='candidate', config=open('change.xml').read())
m.commit()

Ansible-Module wie netconf_config und netconf_get nutzen dieselbe Bibliothek, und das Browser-Tool yang-explorer erlaubt das Ausprobieren gegen Test-Server.

Wer Konfiguration lieber über HTTP spricht, nutzt RESTCONF-Befehle; wer Echtzeit-Daten streamen will, gNMI-Befehle.

Verwandte Grundlagen: NETCONF, YANG, RESTCONF, Automatisierung.

NFS-Befehle: Freigaben exportieren, mounten und prüfen

NFS-Befehle decken die Kommandozeilen-Seite des Network File System ab: Freigaben auf dem Server exportieren, auf dem Client einhängen und Verbindungen diagnostizieren. NFS ist der Standard für Dateifreigaben zwischen Linux- und Unix-Systemen und läuft auch auf vielen NAS-Geräten.

Server: Freigaben exportieren

Die Exportliste steht in /etc/exports; jede Zeile nennt Verzeichnis, erlaubte Clients und Optionen:

/srv/nfs   192.168.1.0/24(rw,sync,no_subtree_check)

Nach Änderungen wird die Liste neu eingelesen:

sudo exportfs -ra     # alle Exporte neu laden
exportfs -v           # aktive Exporte mit Optionen anzeigen
sudo exportfs -u /srv/nfs   # Export zurückziehen
sudo systemctl enable --now nfs-server

Der nfs-server-Dienst (auf Debian/Ubuntu nfs-kernel-server) stellt die Exporte über NFSv3 und NFSv4 bereit.

Client: Freigaben einhängen

Ein Client mountet eine Freigabe mit mount -t nfs; moderne Systeme verwenden dabei automatisch NFSv4:

sudo mount -t nfs server:/srv/nfs /mnt/nfs
sudo mount -t nfs -o nfsvers=4 server:/export /mnt  # explizit NFSv4
# Dauerhaft in /etc/fstab:
# server:/srv/nfs  /mnt/nfs  nfs  defaults,noatime  0 0

Diagnose

Bewährte Prüfbefehle für Verbindung und Statistik:

showmount -e server     # welche Exporte bietet der Server an?
rpcinfo -p server       # registrierte RPC-Dienste (nfs, mountd)
nfsstat -m              # aktuell eingehängte NFS-Mounts
nfsstat -c              # Client-Statistik (RPC-Zähler)
cat /proc/self/mountstats

Für Block-Speicher über Glasfaser kommen FC-Befehle zum Einsatz, Windows-Freigaben verwaltet man mit SMB-Befehlen.

Verwandte Grundlagen: NFS, NAS, Dateisysteme.

SMB-Befehle: Freigaben mit smbclient, mount.cifs und smbstatus nutzen

SMB-Befehle umfassen die Werkzeuge, mit denen Linux-Rechner SMB-Freigaben nutzen und ein Samba-Server verwaltet wird. SMB ist das Windows-Dateifreigabe-Protokoll; die Linux-Seite stellt hauptsächlich smbclient, den CIFS-Mount und smbstatus bereit. Der alte Name CIFS steckt noch im Mount-Befehl.

Client: Freigaben auflisten und nutzen

smbclient arbeitet wie ein FTP-Client und kann auch Freigaben auflisten:

smbclient -L //server -U benutzer        # alle Freigaben des Servers zeigen
smbclient //server/freigabe -U benutzer  # interaktive Sitzung
smbclient //server/freigabe -U benutzer -c "get datei.txt; put backup.zip"
smbclient -m SMB3 //server/freigabe -U benutzer   # Protokollversion erzwingen

Client: Freigabe einhängen

Für den Mount als Verzeichnis dient mount -t cifs (Paket cifs-utils):

sudo mount -t cifs //server/freigabe /mnt/smb -o username=benutzer,vers=3.0
# Passwort getrennt halten, z.B. credentials=/etc/smbcreds (chmod 600)
# Dauerhaft in /etc/fstab:
# //server/freigabe  /mnt/smb  cifs  credentials=/etc/smbcreds,vers=3.0,uid=1000  0 0

Da SMB1 als unsicher gilt, wird beim Mounten mit vers=3.0 oder höher verhandelt; moderne Samba-Server beherrschen SMB3.1.1.

Server: Samba verwalten

Auf der Server-Seite helfen diese Befehle:

sudo smbstatus            # verbundene Clients und offene Dateien
sudo smbpasswd -a benutzer  # SMB-Passwort für einen Benutzer setzen
testparm                  # smb.conf auf Syntaxfehler prüfen
nmblookup server          # NetBIOS-Namensauflösung testen

Reine Linux-Umgebungen setzen für Dateifreigaben oft auf NFS (NFS-Befehle); Block-Speicher über Glasfaser verwaltet man mit FC-Befehlen.

Verwandte Grundlagen: SMB, Samba, CIFS, NAS.

FC-Befehle: Fibre-Channel-Speicher unter Linux und am Switch verwalten

FC-Befehle fassen die wichtigsten Kommandozeilen-Werkzeuge zusammen, mit denen Administratoren Fibre-Channel-Verbindungen prüfen: auf der Linux-Seite die HBA- und SCSI-Tools, auf der Switch-Seite die Diagnosebefehle der Fabrik. Fibre Channel selbst ist das Storage-Netz für Hochleistungs-SANs.

Linux: HBAs und LUNs anzeigen

Der FC-Treiber (etwa qla2xxx oder lpfc) legt je Host-Bus-Adapter ein Verzeichnis unter /sys/class/fc_host/ an. Die wichtigsten Befehle:

lsscsi                 # SCSI-/FC-Geräte inkl. LUNs auflisten
lsscsi -H              # Host-Adapter (Host-Nummern) zeigen
systool -fc_host -v    # Details aller FC-Ports (sysfsutils)
cat /sys/class/fc_host/host0/port_name   # WWPN des Ports
cat /sys/class/fc_host/host0/speed       # aktuelle Link-Geschwindigkeit

port_name liefert den World Wide Port Name (WWPN), mit dem der HBA im Fabric angemeldet ist; node_name den WWNN des Geräts. Für die Erkennung neu zugewiesener LUNs wird der Host gescannt:

echo "- - -" > /sys/class/scsi_host/host0/scan

Erreichbarkeit und Switch-Diagnose

fcping sendet ein FC-LS-2-ECHO (Extended Link Service) an einen Zielport und prüft damit, ob der Port im Fabric erreichbar ist — ähnlich dem ICMP-Ping im LAN, aber auf FC-Ebene. Es eignet sich auch, um Zoning-Fehler einzugrenzen.

fcping -c 5 0x21000024ff3a1b2c   # 5 ECHOs an eine Port-ID

Für Zoning- und Fabric-Fragen ist die Switch-Kommandozeile zuständig: Bei Brocade-Fabric-OS liefern switchshow, fabricshow und portshow <Port> den Überblick, bei Cisco-MDS-Switches show flogi database und show fcns database. Herstellerspezifische HBA-Tools wie Emulex hbacmd oder QLogic QConvergeConsole ergänzen die Linux-Bordmittel.

Neben FC-Block-Speichern gibt es dateibasierte Zugriffe: Freigaben über das Netzwerk verwalten Administratoren mit NFS-Befehlen, Windows-Freigaben mit SMB-Befehlen.

Verwandte Grundlagen: Fibre Channel, iSCSI, FCoE.

  1. OpenCL-Befehle: Host-API und Kernel-Sprache im Überblick
  2. OpenMP-Befehle: Die wichtigsten Compiler-Direktiven
  3. MPI-Befehle: Die wichtigsten Funktionen der Message Passing Interface
  4. GPG-Befehle: OpenPGP-Schlüssel verwalten, ver- und entschlüsseln

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